Erfolge & Beweise

Gesperrt. Gekämpft. Zurückgeholt.

Kein Stockfoto, keine erfundenen Bewertungen, keine „98 % Erfolgsquote“. Hier findest du, was wirklich zählt: einen echten, gewonnenen Fall – und die Gerichtsentscheidungen, auf die sich jeder Creator berufen kann.

Fallakte · anonymisiert · 2025
Nachrichtenkanal, über Nacht gekündigt
Gewonnen
  1. Kanal gekündigtBegründung: „Spam, irreführende Praktiken und Betrug“ – ohne Video, ohne Warnung, ohne Anhörung.
    Tag 0
  2. Kontakt zu YouTubeBitte um Freischaltung. Keine Reaktion.
    Tag 1
  3. Eilantrag eingereichtBeweise gesichert, eidesstattliche Versicherung, Antrag beim Landgericht.
    Tag 2
  4. Einstweilige Verfügung erlassenOhne mündliche Verhandlung. YouTube wird die Sperre untersagt.
    Tag 13
Angedrohtes Ordnungsgeldbis 250.000 €
Verfahrenskosten trägtdie Plattform

Echter Fall, anonymisiert. Jeder Fall ist anders – ein Ergebnis kann niemand seriös garantieren.

Fall 01 · anonymisiert

Journalistischer Kanal: 13 Tage bis zur einstweiligen Verfügung.

Ein über Jahre aufgebauter Nachrichten-Kanal, Haupteinkommen seines Inhabers und seines Teams, wird über Nacht gekündigt.

  • Vorwurf: „Spam, irreführende Praktiken und Betrug“ – ohne konkretes Video, ohne Begründung im Einzelnen.
  • Vorher: keine Warnung, kein Strike, keine Anhörung, keine vorherige Einschränkung.
  • Reaktion der Plattform: Bitte um Freischaltung blieb unbeantwortet; zusätzlich Verbot, andere Kanäle zu nutzen.
  • Vorgehen: Beweise gesichert, eidesstattliche Versicherung, Eilantrag beim Landgericht zwei Tage nach der Sperre.
  • Ergebnis: einstweilige Verfügung am 13. Tag, ohne mündliche Verhandlung; Ordnungsgeld bis 250.000 € angedroht; Kosten trägt die Plattform. Kanal wieder freigegeben.
Rechtsprechung

Gerichte, die Nutzern recht gaben.

Diese Entscheidungen sind öffentlich dokumentiert. Wir nennen Gericht, Datum und Aktenzeichen, damit du jede Angabe selbst prüfen kannst. Es sind nicht „unsere“ Fälle – aber sie zeigen, dass du nicht allein stehst.

OLG Bamberg · 28.07.2025Kanäle freizuschalten

Zweitkanäle sind keine „Umgehung“ – drei Kanäle müssen wieder online

YouTube hatte Kanäle ohne Warnung mit Verweis auf „Spam, irreführende Praktiken und Betrug“ und später wegen „Umgehung“ gesperrt. Das OLG: Die Weiternutzung eigenständiger, bestehender Kanäle ist keine Umgehung. Eilbedürftigkeit bejaht, weil der Creator vom Kanal lebt und mit zunehmender Dauer der Sperre Reichweite und Einnahmen verliert. Freischaltung im Eilverfahren, befristet bis 31.01.2027.

YouTube · Az. 4 U 62/25 e
OLG Dresden · 29.06.2021100.000 € Ordnungsgeld

100.000 € Ordnungsgeld, weil YouTube eine Eilverfügung zu spät umsetzte

Nachdem das Gericht YouTube die Entfernung eines Videos und die Verwarnung untersagt hatte, stellte YouTube das Video erst verspätet wieder her. Das OLG wertete das als schweren Verstoß und setzte ein Ordnungsgeld von 100.000 € fest.

YouTube · Az. 4 W 396/21
BGH · 29.07.2021Nutzer gewinnen

Das Grundsatzurteil: Ohne Information und Anhörung keine Sperre

Die Lösch- und Sperrklauseln waren unwirksam (§ 307 BGB). Plattformen dürfen eigene Regeln aufstellen, müssen Nutzer aber über eine beabsichtigte Sperre grundsätzlich vorab informieren, den Grund nennen und eine Gegenäußerung mit neuer Entscheidung ermöglichen. Darauf stützen sich fast alle späteren YouTube-Fälle.

LG Köln · 11.10.2021Löschung & Verwarnung untersagt

YouTube muss konkret benennen, was gegen die Regeln verstößt

Ohne Benennung der konkreten Passagen durfte YouTube längere Videos mit auch zulässigen Aussagen nicht löschen und keine Verwarnung aussprechen. Einstweilige Verfügung, Streitwert 10.000 €. Erfolg aus formellen Gründen – keine inhaltliche Bewertung der Videos.

OLG Dresden · Pressemitteilung 14.04.2021Kündigung unwirksam

Kanal-Kündigung unwirksam – YouTube nimmt Berufung zurück

YouTube hatte einen jahrelang geduldeten Zweitkanal mit Verweis auf eine frühere Kanalkündigung beendet. Das Landgericht erklärte die Kündigung für unwirksam, weil YouTube sein Kündigungsrecht verwirkt hatte. YouTube nahm die Berufung beim OLG zurück – das Urteil ist rechtskräftig.

YouTube · Az. 4 U 2135/20
KG Berlin · 22.03.2019Video wiederherzustellen

Zulässige Meinung darf nicht per Community-Richtlinie verschwinden

YouTube hatte ein politisches Video als Hassrede gelöscht. Das Kammergericht verpflichtete YouTube im Eilverfahren zur Wiederherstellung: Eine zulässige Meinungsäußerung darf nicht allein unter Berufung auf die Community-Richtlinien entfernt werden.

YouTube · Az. 10 W 172/18
OLG Dresden · 20.04.2021Entfernung & Verwarnung untersagt

Geänderte Richtlinien gelten nicht automatisch

Für einen Kanal mit knapp 100.000 Abonnenten untersagte das OLG im Eilverfahren die Entfernung eines Videos und die Verwarnung. Geänderte Nutzungsbedingungen gelten nur bei wirksamem Änderungsvorbehalt oder Änderungsvertrag. Streitwert 7.500 €.

YouTube · Az. 4 W 118/21
LG Karlsruhe · 05.01.2022Kanal wiederherzustellen

Kanal nach drittem Strike ohne Anhörung gelöscht – Freischaltung

Ein bereits wieder freigegebenes Video wurde erneut verwarnt; das war der dritte Strike und führte zur Kanallöschung ohne Anhörung. Das Landgericht ordnete im Eilverfahren die Wiederherstellung des Kanals an (laut Medienbericht).

YouTube · Az. nicht veröffentlicht
LG Köln · 13.07.2021Eilverfügung gegen Demonetarisierung

Demonetarisierung: YouTube muss konkrete Videos benennen

Nach dem Ausschluss eines Kanals aus dem Partnerprogramm musste YouTube laut Medienbericht binnen sieben Tagen konkret benennen, welche Videos gegen welche Monetarisierungsrichtlinie verstoßen.

YouTube-Partnerprogramm · Az. nicht veröffentlicht
LG Köln · 09.01.2025Eilverfügung gegen Löschantrag-Steller

Unberechtigte Urheberrechts-Löschanträge sind ein Eingriff in den Gewerbebetrieb

Ein Musiker ging gegen sein früheres Label vor, das seine Tracks per Löschantrag von zwei Musik-Streaming-Portalen entfernen ließ. Das Gericht wandte die Grundsätze der unberechtigten Schutzrechtsverwarnung an und bestätigte die einstweilige Verfügung. Kein YouTube-Fall – aber übertragbar auf unberechtigte Copyright-Strikes.

Musik-Streaming-Portale · Az. 14 O 387/24
LG Düsseldorf (Kartellkammer) · 01.07.2026Videosperre untersagt (laut Kanzleibericht)

Pauschaler Richtlinien-Verweis reicht nicht

Laut Bericht der Kanzlei der Antragstellerin untersagte das Gericht im Eilverfahren die Sperre von Videos eines gewerblichen Kanals; ein pauschaler Verweis auf eine Richtlinie genüge nicht. Ein amtlicher Volltext lag bei Redaktionsschluss nicht vor.

YouTube · Az. 36 O 80/26 [Kart]
OLG Dresden · 08.03.2022Profil wiederherzustellen

Dauerhafte Deaktivierung nur nach vorheriger Abmahnung

Ein Nutzerkonto darf erst nach vorheriger Abmahnung dauerhaft deaktiviert werden – auch wenn zuvor schon Beiträge gelöscht wurden. Das Profil war einschließlich aller Verbindungen wiederherzustellen.

Soziales Netzwerk · Az. 4 U 1050/21
OLG Karlsruhe · 04.02.2022Nutzer gewinnt

Kündigung oder Sperre grundsätzlich erst nach Abmahnung

Eine Kündigung oder Sperre des Kontos ist grundsätzlich nur nach vorheriger Abmahnung zulässig.

Facebook · Az. 10 U 17/20
LG München II · 16.12.2020Profil wiederherzustellen

Kein Sperrgrund genannt – Profil sofort wiederherstellen

Ein Sperrgrund war nicht ersichtlich und wurde trotz Aufforderung nicht genannt. Im Eilverfahren musste das deaktivierte Profil unverzüglich wiederhergestellt werden; Ordnungsgeld bis 250.000 € angedroht, Streitwert 7.500 €.

Instagram · Az. 11 O 5166/20
OLG München · 24.08.2018Löschung untersagt

Kein „virtuelles Hausrecht“ gegen zulässige Meinungen

Das virtuelle Hausrecht erlaubt nicht, Äußerungen zu entfernen, die von der Meinungsfreiheit gedeckt sind. Eine Klausel, nach der allein die Plattform über Verstöße urteilt, benachteiligt Nutzer unangemessen.

Facebook · Az. 18 W 1294/18
LG Frankfurt a. M. · 14.05.2018Sperre untersagt

Eine der ersten Eilverfügungen gegen eine Kontosperre

Nach Löschung eines Kommentars und 30-Tage-Sperre untersagte das Gericht im Eilverfahren Sperre und Löschung: Die Äußerung war eine zulässige Meinung; Grundrechte wirken mittelbar auch zwischen Nutzer und Plattform.

Facebook · Az. 2-03 O 182/18
BVerfG · 22.05.2019Vorläufige Entsperrung

Grundrechte können auch gegenüber marktmächtigen Plattformen wirken

Das Bundesverfassungsgericht ordnete vor der Europawahl 2019 die vorläufige Entsperrung eines Auftritts an. Grundrechte können mittelbar auch gegenüber marktmächtigen Netzwerken wirken; wie weit, ist noch offen.

Facebook · Az. 1 BvQ 42/19
LG Hildesheim · 26.06.2019Sperre aufzuheben

Pauschaler Vorwurf, Sperre ohne Vorwarnung – aufgehoben

Nach pauschalem Manipulationsvorwurf und Sperre ohne Vorwarnung musste die Sperre im Eilverfahren aufgehoben werden. Eine Klausel, die ein grundloses Sperrrecht erlaubt, ist unwirksam (§ 307 BGB).

Amazon · Az. 3 O 179/19
OLG Köln · 09.05.2019Sperre zu unterlassen

Dringlichkeit: In der Regel schadet erst ein Zuwarten von mehr als einem Monat

Das OLG gab dem Eilantrag statt und stellte klar, dass in der Regel nur ein Zuwarten von mehr als einem Monat als dringlichkeitsschädlich angesehen werden kann – ausdrücklich auch bei einer Kontosperre.

Soziales Netzwerk · Az. 15 W 70/18
OLG Celle · 04.10.2024Nutzer gewinnt (Eilverfahren)

Eilverfahren zulässig, weil die Hauptsache zu spät käme

Der Verfügungsgrund wurde bejaht, weil eine Entscheidung in der Hauptsache wegen der Zustellung ins Ausland nicht rechtzeitig zu erreichen wäre.

Facebook · Az. 5 U 228/24
OLG Brandenburg · 12.11.2008Wieder freizuschalten

Existenzgefährdung rechtfertigt sofortige Freischaltung

Eine Händlerin mit hohen Tagesumsätzen musste wieder freigeschaltet werden: Für die Sperre lag kein vertraglicher Grund vor; die Existenzgefährdung begründete die Eilbedürftigkeit.

eBay · Az. 6 W 183/08
OLG Hamm · 03.06.2025Klage abgewiesen

Gestuftes Strike-System kann zulässig sein

Konkret gefasste Eskalationsstufen ohne Anhörung beim ersten Verstoß sind nach Ansicht des OLG nicht zu beanstanden; aus dem DSA ergebe sich nichts anderes. Anwaltskosten gibt es in der Regel erst, wenn man sich zuvor selbst an YouTube gewandt hat.

YouTube · Az. 21 U 62/23
OLG Frankfurt a. M. · 27.03.2023Eilantrag abgelehnt

Bei rein privater Nutzung kein Eilverfahren

Bei einem privat genutzten Konto sei das Abwarten der Hauptsache zumutbar. Das Gericht grenzte ausdrücklich ab: Es gehe nicht um den Verlust einer fünfstelligen Zahl von Followern.

Facebook (privat) · Az. 17 W 8/23
OLG Nürnberg · 19.08.2025Keine deutsche Zuständigkeit

Gewerbliche Nutzung: Gerichtsstand genau prüfen

Bei einer gewerblich tätigen Influencerin verneinte das OLG einen deutschen Gerichtsstand – ein Hinweis darauf, wie wichtig die richtige Wahl von Gericht und Anspruchsgrundlage ist.

Influencer-Account (gewerblich) · Az. 3 W 1224/25 Kart
Ehrlichkeit

Warum hier keine Sterne-Bewertungen stehen.

Viele Anbieter rund um gesperrte Accounts schmücken sich mit Hunderten Fünf-Sterne-Bewertungen und Erfolgsquoten über 90 %. Prüfen lässt sich davon meist nichts.

Wir zeigen dir nur, was belegbar ist. Weitere abgeschlossene Fälle veröffentlichen wir anonymisiert und ausschließlich mit Zustimmung der Betroffenen – und Bewertungen nur mit Hinweis, wie wir ihre Echtheit prüfen.

Hat schon einmal ein Gericht YouTube zur Freigabe eines Kanals verpflichtet?

Ja. Deutsche Gerichte haben Plattformen wiederholt im Eilverfahren untersagt, Konten gesperrt zu halten – auch bei YouTube. In unserem eigenen Fall erließ ein Landgericht 13 Tage nach der Kündigung eine einstweilige Verfügung ohne mündliche Verhandlung; die Kosten wurden der Plattform auferlegt.

Warum nennt ihr keine Namen und Kanäle?

Weil Vertraulichkeit für Betroffene entscheidend ist. Wir veröffentlichen Fälle nur anonymisiert und nur mit ausdrücklicher Zustimmung. Gerichtsentscheidungen nennen wir mit Gericht, Datum und Aktenzeichen, damit du sie selbst nachprüfen kannst.

Warum zeigt ihr keine Erfolgsquote?

Weil eine Quote nur mit einer ausreichenden Zahl an Fällen und einer offengelegten Methodik seriös ist. Erfundene Quoten wie „98 % Erfolg“ sind ein Warnsignal. Sobald wir genug abgeschlossene Fälle haben, veröffentlichen wir unsere Zahlen – mit Methodik.

Der nächste Schritt

Dein Kanal ist dein Lebenswerk. Hol ihn dir zurück.

Jeder Tag ohne Kanal kostet Reichweite, Einnahmen und Nerven – und verkürzt das Zeitfenster für den Eilrechtsschutz. Starte jetzt mit dem kostenlosen Sperr-Check und erfahre in 2 Minuten, welche Hebel in deinem Fall greifen.