Inhalt dieser Seite
- Wie viele YouTube-Kanäle werden gelöscht?
- Warum YouTube Kanäle kündigt: Spam dominiert
- Was hat es mit den „12 Millionen“ auf sich?
- Wie viel davon erkennen Maschinen?
- Wie oft haben Einsprüche bei YouTube Erfolg?
- Was die EU-Berichte nach dem DSA zeigen
- Streitbeilegung: Was die Zahlen der Stellen zeigen
- Wie wir zählen: Methodik, Quellen und Grenzen
- Was die Zahlen für dich als Creator bedeuten
- Häufige Fragen
Laut Google-Transparenzbericht hat YouTube im 2. Quartal 2026 weltweit 2.732.395 Kanäle wegen Verstößen gegen die Community-Richtlinien entfernt, 84,5 % davon wegen „Spam, irreführender Praktiken und Betrug“. Im Jahr 2025 waren es zusammen 15.875.020 Kanäle (Summe der vier Quartale). 98,6 % der im 2. Quartal 2026 entfernten Videos wurden zuerst von automatisierten Systemen erkannt; auf 1.269.277 Video-Einsprüche kamen im selben Quartal 87.953 Wiederherstellungen.
2.732.395 Kanäle in drei Monaten: So viele hat YouTube laut eigenem Transparenzbericht allein im zweiten Quartal 2026 weltweit entfernt. Wenn deiner darunter war, bist du statistisch einer von Millionen. Die Zahlen zeigen aber auch, wo das System schwach ist und welche Wege danach etwas bewegen.
Wie viele YouTube-Kanäle werden gelöscht?
YouTube entfernt derzeit zwischen rund 2,1 und 7,5 Millionen Kanäle pro Quartal wegen Verstößen gegen die Community-Richtlinien. Das zeigt der Google-Transparenzbericht zur Durchsetzung der Community-Richtlinien („YouTube Community Guidelines enforcement“), der vierteljährlich erscheint. Für 2025 ergeben die vier Quartalswerte zusammen 15.875.020 entfernte Kanäle, für das erste Halbjahr 2026 sind es 4.916.314.
Eine Kanalentfernung bedeutet in diesem Bericht eine Kündigung: nach drei Verwarnungen in 90 Tagen, einem einzelnen schweren Missbrauch oder wenn der Kanal ganz auf Regelverstöße ausgerichtet ist. Mit dem Kanal verschwinden alle seine Videos – im zweiten Quartal 2026 laut Google 86.686.063 Videos.
| Quartal | Entfernte Kanäle | davon Spam, irreführende Praktiken und Betrug | Einzeln entfernte Videos | Videos zuerst automatisiert erkannt |
|---|---|---|---|---|
| Q1 2025 | 2.897.659 | 2.370.295 (81,8 %) | 8.617.605 | 96,6 % |
| Q2 2025 | 2.105.778 | 1.599.684 (76,0 %) | 11.408.261 | 97,2 % |
| Q3 2025 | 7.456.811 | 6.914.112 (92,7 %) | 12.139.839 | 97,9 % |
| Q4 2025 | 3.414.772 | 2.796.121 (81,9 %) | 8.634.204 | 98,1 % |
| Q1 2026 | 2.183.919 | 1.651.995 (75,6 %) | 9.804.544 | 98,5 % |
| Q2 2026 | 2.732.395 | 2.310.181 (84,5 %) | 11.159.676 | 98,6 % |
Quelle: Google-Transparenzbericht, weltweit, abgerufen am 05.10.2026; Prozentwerte aus den Absolutzahlen berechnet.
Warum YouTube Kanäle kündigt: Spam dominiert
Der mit Abstand häufigste Grund für eine Kanalentfernung ist die Richtlinie zu „Spam, irreführenden Praktiken und Betrug“. Im zweiten Quartal 2026 entfielen laut Google-Transparenzbericht 2.310.181 der 2.732.395 entfernten Kanäle auf diese Kategorie. In den sechs Quartalen von Anfang 2025 bis Mitte 2026 lag der Anteil zwischen 75,6 und 92,7 %. Alle anderen Gründe folgen weit dahinter:
| Entfernungsgrund (Q2 2026) | Kanäle | Anteil |
|---|---|---|
| Spam, irreführende Praktiken und Betrug | 2.310.181 | 84,5 % |
| Nacktheit oder sexuelle Inhalte | 137.130 | 5,0 % |
| Kinderschutz | 136.252 | 5,0 % |
| Schädliche oder gefährliche Inhalte | 48.269 | 1,8 % |
| Gewaltverherrlichung und gewalttätiger Extremismus | 30.210 | 1,1 % |
| Belästigung und Cybermobbing | 26.147 | 1,0 % |
| Hassrede oder missbräuchliche Inhalte | 24.603 | 0,9 % |
| Mehrere Richtlinienverstöße | 7.741 | 0,3 % |
| Gewaltdarstellungen | 6.865 | 0,3 % |
| Sonstiges | 4.997 | 0,2 % |
Bei einzelnen Videos sieht das Bild ganz anders aus: Nur 0,2 % der im selben Quartal einzeln entfernten Videos fielen unter Spam, 68,2 % unter Kinderschutz. Spam wird also vor allem über ganze Kanäle durchgesetzt – Google nennt Spam-Konten im Bericht ausdrücklich als typisches Beispiel für Kanäle, die ganz auf Regelverstöße ausgerichtet sind. Den Ausschlag im dritten Quartal 2025 erklärte TeamYouTube laut Medienberichten (Sekundärquelle) mit einer einzelnen Finanzbetrugs-Masche aus Südostasien. Was das für deinen Einspruch heißt, steht auf der Seite Gesperrt wegen „Spam, irreführende Praktiken und Betrug“.
Der Bericht zählt Kanäle, nicht Menschen. Wer massenhaft Spam-Kanäle betreibt, taucht in der Statistik viele Male auf. Die Zahlen sagen deshalb wenig darüber, wie viele echte Creator betroffen sind – und nichts darüber, wie viele Kündigungen falsch waren. Eine Fehlerquote für Kanalkündigungen veröffentlicht YouTube nicht.
Was hat es mit den „12 Millionen“ auf sich?
Die oft zitierte Zahl „12 Millionen gekündigte Kanäle 2025“ stammt aus Medienberichten vom Dezember 2025 – und sie lässt sich nachrechnen. Addiert man die offiziellen Werte der ersten drei Quartale 2025, kommt man auf 12.460.248 Kanäle. Laut Medienberichten (Sekundärquelle) hat TeamYouTube die Größenordnung damals bestätigt und betont, entfernte Kanäle seien nicht gleichzusetzen mit gekündigten Creatorn. Mit dem vierten Quartal liegt die Jahressumme 2025 bei 15.875.020.
„2025 hat YouTube so viele Kanäle gelöscht wie nie zuvor.“
Allein im vierten Quartal 2023 entfernte YouTube laut Transparenzbericht 20.592.341 Kanäle, im ersten Quartal 2024 waren es 15.799.880. Die Werte schwanken von Quartal zu Quartal stark. Ein Rückschluss auf das Risiko für einzelne Creator lässt sich daraus kaum ziehen.
Wie viel davon erkennen Maschinen?
Fast alles, was YouTube entfernt, wird zuerst von Software gefunden. Im zweiten Quartal 2026 wurden laut Google-Transparenzbericht 11.005.420 der 11.159.676 entfernten Videos zuerst durch automatisierte Systeme markiert, also 98,6 %. Anfang 2025 lag der Anteil bei 96,6 %. Nutzerinnen und Nutzer meldeten 123.855 der entfernten Videos zuerst, Organisationen 30.400. Bei Kommentaren liegt die automatisierte Erkennung bei 99,9 %.
Für die EU zeigt Googles DSA-Transparenzbericht für das erste Halbjahr 2026 dasselbe Bild: Von 36.005.755 Maßnahmen, die YouTube auf eigene Initiative ergriff, folgten 35.537.683 (98,7 %) auf eine Erkennung ausschließlich mit automatisierten Mitteln. Erkennung ist aber nicht gleich Entscheidung: YouTube gibt an, Technik und menschliche Prüfung zu kombinieren, und Beschwerden dürfen nach Art. 20 DSA nicht allein automatisiert entschieden werden. Warum trotzdem Fehlsperren entstehen, erklärt der Ratgeber KI-Moderation: Warum YouTube Kanäle zu Unrecht sperrt.
Wie oft haben Einsprüche bei YouTube Erfolg?
Gegen entfernte Videos legen Creator immer häufiger Einspruch ein – erfolgreich ist nur ein kleiner und sinkender Teil. Im zweiten Quartal 2026 gingen laut Transparenzbericht 1.269.277 Video-Einsprüche ein, 87.953 Videos wurden nach einem Einspruch wiederhergestellt. Das entspricht rechnerisch 6,9 %. Anfang 2025 lag dieses Verhältnis noch bei 14,2 %.
| Quartal | Video-Einsprüche | Nach Einspruch wiederhergestellt | Verhältnis (eigene Berechnung) |
|---|---|---|---|
| Q1 2025 | 482.053 | 68.400 | 14,2 % |
| Q2 2025 | 807.518 | 107.462 | 13,3 % |
| Q3 2025 | 1.249.776 | 114.092 | 9,1 % |
| Q4 2025 | 1.017.645 | 93.152 | 9,2 % |
| Q1 2026 | 1.135.551 | 89.061 | 7,8 % |
| Q2 2026 | 1.269.277 | 87.953 | 6,9 % |
Zwei Einschränkungen: Das Verhältnis ist eine Näherung, weil eine Wiederherstellung laut Google auch einen Einspruch aus einem früheren Quartal betreffen kann. Und es geht nur um Videos – zu Einsprüchen gegen Kanalkündigungen nennt der Bericht keine Zahlen. Wie du die typischen Fehler vermeidest, steht im Ratgeber YouTube-Einspruch schreiben: Die 9 Fehler, die fast alle machen.
Was die EU-Berichte nach dem DSA zeigen
Für die EU liefert Googles halbjährlicher Transparenzbericht nach dem Digital Services Act (DSA) die genauesten Zahlen zu Beschwerden, auch gegen Kontokündigungen. Erfasst sind Beschwerden nach Art. 20 DSA, die Google mit Einsprüchen gleichsetzt.
| YouTube, EU | 1. Hj. 2025 | 2. Hj. 2025 | 1. Hj. 2026 |
|---|---|---|---|
| Beschwerden gesamt | 489.532 | 408.939 | 365.511 |
| davon Entscheidung aufgehoben | 247.357* | 110.187 | 91.810 |
| Median-Bearbeitungszeit | unter 1 Tag | 4 Stunden | 5 Stunden |
| Beschwerden gegen Kontokündigung oder -sperre | nicht ausgewiesen | 65.177 | 43.614 |
| davon aufgehoben | nicht ausgewiesen | 17.797 | 7.804 |
| Median-Bearbeitungszeit | nicht ausgewiesen | 1 Stunde | 3 Stunden |
| Beschwerden gegen Monetarisierungsbeschränkung | nicht ausgewiesen | 134.434 | 99.365 |
| davon aufgehoben | nicht ausgewiesen | 64.479 | 47.317 |
* Laut Google betraf die Mehrheit der Aufhebungen im 1. Halbjahr 2025 Beschränkungen von Zahlungen bzw. der Monetarisierung. Die Kategorien überschneiden sich, weil eine Entscheidung mehrere Beschränkungen umfassen kann. Quelle: Googles DSA-Transparenzberichte für YouTube (August 2025, 27.02.2026, 28.08.2026).
Auffällig ist das Tempo. Beschwerden gegen eine Kontokündigung oder -sperre wurden im ersten Halbjahr 2026 im Median nach drei Stunden entschieden; für Beschwerden gegen die Aussetzung oder Beendigung des Dienstes (299.963 Fälle) gibt Google den Median mit 0 Stunden an. Aufgehoben wurden bei Kontokündigungen knapp 18 %, bei Monetarisierungsbeschränkungen knapp 48 %. Was eine Beschwerde nach dem DSA leisten kann, erklärt der Ratgeber DSA-Beschwerde gegen YouTube.
Von 157.264 Kontokündigungen, die YouTube im ersten Halbjahr 2026 in der EU auf eigene Initiative aussprach, ordnet Googles DSA-Bericht 97.963 der Kategorie „Circumvention“ (Umgehung) zu. Im zweiten Halbjahr 2025 waren es 293.539 von 379.605. Wer nach einer Sperre einen neuen Kanal eröffnet, riskiert genau diese Kündigung – mehr dazu unter verknüpfte Konten und Umgehung.
Streitbeilegung: Was die Zahlen der Stellen zeigen
Die außergerichtliche Streitbeilegung nach Art. 21 DSA wächst, ändert für YouTube-Creator bisher aber wenig. Laut Googles DSA-Berichten stieg die Zahl der YouTube-Streitfälle bei zertifizierten Stellen von 78 im ersten Halbjahr 2025 auf 932 im ersten Halbjahr 2026. In den meisten entschiedenen Fällen gaben die Stellen dem Nutzer recht. Den Anteil der Fälle, in denen Google eine Entscheidung im Sinne des Spruchs umsetzte, beziffert Google für YouTube aber mit 0 % (1. Halbjahr 2025 und 1. Halbjahr 2026) bzw. 0,48 % (2. Halbjahr 2025).
| Quelle, Zeitraum | Fälle | Ergebnis | Dauer |
|---|---|---|---|
| Google (DSA-Bericht YouTube), 1. Hj. 2025 | 78 | 12 aufgehoben, 0 bestätigt; umgesetzt: 0 % | Median 151 Tage |
| Google (DSA-Bericht YouTube), 2. Hj. 2025 | 449 | 210 aufgehoben, 94 bestätigt; umgesetzt: 0,48 % | Median 2.457 Std. (ca. 102 Tage) |
| Google (DSA-Bericht YouTube), 1. Hj. 2026 | 932 | 434 aufgehoben, 1 teilweise, 22 bestätigt; umgesetzt: 0 % | Median 1.359 Std. (ca. 57 Tage) |
| Appeals Centre Europe, April 2025 – März 2026 | 488 zulässige YouTube-Fälle (von 12.400) | alle Plattformen: 59 % der inhaltlich geprüften Fälle aufgehoben; über 7.000 Säumnisentscheidungen | Ø 65 Tage |
| User Rights, 2025 | 8.749 Verfahren | 84 % der abgeschlossenen Verfahren: Plattformentscheidung fehlerhaft – YouTube nicht erfasst | – |
Zur Einordnung: Google zählt zu den Aufhebungen auch Säumnisentscheidungen in Fällen, für die die Stelle nach Googles Darstellung nicht zuständig war, und sieht sich an die Entscheidungen nicht gebunden. Das Appeals Centre Europe erhält nach eigener Angabe inzwischen Inhalte von YouTube, nimmt aber keine Fälle zu Spam, Umgehung oder verknüpften Konten an. Mehr im Ratgeber zur Streitbeilegung nach Art. 21 DSA.
Wie wir zählen: Methodik, Quellen und Grenzen
Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus Primärquellen der Plattform oder der Streitbeilegungsstellen; eigene Berechnungen sind als solche gekennzeichnet. Abgerufen haben wir sie am 5. Oktober 2026.
Quellen: Google-Transparenzbericht „YouTube Community Guidelines enforcement“ (Removals und Appeals, Q1 2025 bis Q2 2026, weltweit) · Googles DSA-Transparenzberichte für YouTube (1. Halbjahr 2025 bis 1. Halbjahr 2026, nur EU) · Transparenzbericht des Appeals Centre Europe (Mai 2026) · Transparenzbericht 2025 von User Rights.
Eigene Berechnungen: Jahressumme 2025 und Halbjahressumme 2026 (Addition der Quartale), alle Prozentanteile, das Verhältnis von Wiederherstellungen zu Einsprüchen. Sekundärquelle: die Zahl „12 Millionen“ und die Einordnung durch TeamYouTube (Medienberichte, Dezember 2025).
- Weltweite Quartalszahlen und EU-Halbjahreszahlen messen Unterschiedliches (Kanäle bzw. Maßnahmen, YouTube- bzw. DSA-Kategorien) und lassen sich nicht addieren.
- Google weist selbst darauf hin, dass Vergleiche zwischen Berichtszeiträumen nur eingeschränkt aussagekräftig sind.
- Für Gerichtsverfahren gegen YouTube gibt es keine amtliche Statistik, nur einzelne veröffentlichte Entscheidungen.
Was die Zahlen für dich als Creator bedeuten
Erkannt wird massenhaft und automatisiert, korrigiert wird selten – und die Wege außerhalb von YouTube haben sehr unterschiedliches Gewicht. Daraus folgen fünf nüchterne Schlüsse:
- Spam ist der Normalfall. Mit dem Label „Spam, irreführende Praktiken und Betrug“ steckst du in der größten Kategorie der Statistik. Dein Einspruch muss zeigen, warum dein Kanal anders ist.
- Maschinen finden, Menschen sollen prüfen. Bei rund 98 % automatisierter Erkennung zählt ein sachlicher, belegter Einspruch mehr als ein emotionaler.
- Der Einspruch ist ein Versuch, kein Plan. Bei Videos führte zuletzt weniger als jeder zehnte Einspruch zur Wiederherstellung; Beschwerden gegen Kontokündigungen in der EU wurden im ersten Halbjahr 2026 zu knapp 18 % aufgehoben.
- Streitbeilegung ist kostenlos, aber nicht bindend. Sie kann einen Fehler dokumentieren, setzt YouTube aber nicht unter Vollstreckungsdruck.
- Gerichte können verpflichten. Eine einstweilige Verfügung ist durchsetzbar; das OLG Dresden setzte gegen YouTube ein Ordnungsgeld von 100.000 € fest (4 W 396/21).
Eine Erfolgsstatistik für Gerichtsverfahren gibt es nicht, wohl aber Entscheidungen: Das OLG Bamberg ließ am 28.07.2025 im Eilverfahren drei Kanäle wieder freischalten (4 U 62/25 e); andere Creator haben verloren. Beides findest du in unserer Urteils-Datenbank. In unserem eigenen Fall lag die einstweilige Verfügung 13 Tage nach der Sperre vor (so lief es ab). Entscheidend ist Tempo, denn die Dringlichkeit gilt bei vielen Gerichten nach rund einem Monat als verbraucht (OLG Köln, 15 W 70/18) – mehr zur einstweiligen Verfügung gegen YouTube.
Bei Kanalgesperrt.de lesen wir diese Statistik so: Kein einzelner Hebel trägt allein, aber die Reihenfolge entscheidet. Im Freigabe-Blueprint steht, welche Wege du wann gehst, ohne deinen begrenzten Einspruch zu verbrennen. Wenn dein Kanal dein Einkommen ist: Kanal-Rettung Komplett – die rechtliche Prüfung übernimmt dort eine unabhängige Partnerkanzlei, die du selbst beauftragst.
Der kostenlose Sperr-Check ordnet in zwei Minuten deinen Sperrgrund ein und zeigt, welche Fristen laufen. Begriffe wie Strike, Statement of Reasons oder Verfügungsgrund erklärt unser Lexikon.
Häufige Fragen
Wie viele YouTube-Kanäle werden pro Jahr gelöscht?
Für 2025 ergeben die vier Quartalswerte aus Googles Transparenzbericht zusammen 15.875.020 entfernte Kanäle, im 1. Halbjahr 2026 waren es 4.916.314. Die Werte schwanken stark: Im 3. Quartal 2025 waren es 7.456.811, im 2. Quartal 2025 nur 2.105.778. Gezählt werden Kanäle, nicht Personen.
Stimmt es, dass YouTube 2025 zwölf Millionen Kanäle gelöscht hat?
Die Zahl stammt aus Medienberichten vom Dezember 2025 und ist rechnerisch korrekt für die ersten drei Quartale: Laut Google-Transparenzbericht waren es von Januar bis September 2025 zusammen 12.460.248 Kanäle. Mit dem 4. Quartal liegt das Gesamtjahr 2025 bei 15.875.020.
Aus welchem Grund werden die meisten YouTube-Kanäle gelöscht?
Wegen Verstößen gegen die Richtlinie zu Spam, irreführenden Praktiken und Betrug. Im 2. Quartal 2026 entfielen laut Google-Transparenzbericht 84,5 % aller Kanalentfernungen auf diese Kategorie; zwischen Anfang 2025 und Mitte 2026 lag der Anteil je Quartal zwischen 75,6 und 92,7 %. Mit großem Abstand folgen Nacktheit oder sexuelle Inhalte und Kinderschutz mit je rund 5 %.
Entscheidet bei YouTube eine KI über Sperren?
Erkannt wird fast alles automatisiert: 98,6 % der im 2. Quartal 2026 entfernten Videos wurden zuerst von automatisierten Systemen markiert. YouTube gibt an, Technik und menschliche Prüfung zu kombinieren. Nach Art. 20 DSA dürfen Beschwerden in der EU nicht allein automatisiert entschieden werden.
Wie oft hat ein Einspruch bei YouTube Erfolg?
Für Kanalkündigungen veröffentlicht YouTube weltweit keine Quote. Bei Videos kamen im 2. Quartal 2026 auf 1.269.277 Einsprüche 87.953 Wiederherstellungen, rechnerisch 6,9 %. In der EU wurden laut Googles DSA-Bericht im 1. Halbjahr 2026 von 43.614 Beschwerden gegen Kontokündigungen oder -sperren 7.804 aufgehoben.
Wo finde ich die offiziellen Zahlen zu YouTube-Sperren?
Im Google-Transparenzbericht unter „YouTube Community Guidelines enforcement“ (transparencyreport.google.com/youtube-policy), der vierteljährlich erscheint, und in Googles halbjährlichen DSA-Transparenzberichten für YouTube im Download-Center des Transparenzberichts. Zahlen zur Streitbeilegung veröffentlichen die zertifizierten Stellen selbst, etwa das Appeals Centre Europe.